Wie geht Bürgerbeteiligung?

Aktualisiert: 31. Mai 2021

"Bürgerbeteiligung ist schön, macht aber viel Arbeit", sagt Experte Andreas Paust. Bürgerbeteiligung ist wichtig, damit es hinterher wenig Meckerer und viele Zufriedene gibt, sage ich. Wir sind keine Experten, alles ist Neuland. Mitgestalten statt abwarten. Learning by Doing. Es wird ein lebendiger Prozess, bei dem wir Alle gefragt sind, wenn das Ergebnis gut werden soll.


Schritt eins: Frühzeitige, transparente Informationen


Wie kann man Viele erreichen? Aushang im Schaukasten? Kommt so mancher nicht vorbei. Facebook-Gruppe? Hat nur 350 Mitglieder. Pressemitteilung? MAZ kostet und kommt daher nicht in alle Briefkästen. Priorter Nachrichten? Erscheint nur alle drei Monate, erreicht dann aber wirklich jeden Priorter. Information im Ortsbeirat? Zu wenige Gäste. Wie also kontinuierlich informieren? Eine Info-Seite im Netz? Eine Kombination aus allem? Mit einem kostenfreien Tool wurde eine kleine Projektseite erstellt und der Link dazu in einen Artikel für die Priorter Nachrichten gestellt.


Gleichzeitig wurde mit einem Padlet eine interaktive Pinnwand gestartet, auf dem Jede/r unkompliziert Ideen teilen und die der Anderen kommentieren kann. Als die Info-Seite einigermaßen bereit zur Veröffentlichung war kam die Nachricht, dass das Tool Ende März geschlossen wird und eine Aktualisierung dann nicht mehr möglich ist. Tief durchatmen und noch einmal zurück auf Start. Die neue Seite musste her, bevor die Priorter Nachrichten verteilt und gelesen sind.


Einige Abende später gibt es mit dieser Seite neues Gerüst, das wachsen kann. Hier kann regelmäßig berichtet, informiert und Feedback gegeben werden. Die Seite kann bei neuen Infos geteilt und versendet werden und so alle Interessierten auf dem Laufenden gehalten werden.


Schritt zwei: Mitstreiter/-innen suchen


Damit das Projekt auf möglichst breiten Füßen steht und Power und Ideen aus vielen Richtungen bekommt, wurde ein Kernteam an Interessierten gesucht.

Die AG hat sich in einem ersten Treffen über die Rahmenbedingungen für das neue Klettergerät und die weitere Zusammenarbeit verständigt. So wurde u.a. auch diskutiert, dass der ursprüngliche Name "AG Spielplatz" zu kurz greift und nicht alle anspricht.


Im Land Brandenburg sind die Kommunen übrigens verpflichtet, Kinder und Jugendliche an allen Entscheidungen zu beteiligen, die ihre Interessen betreffen. Festgeschrieben ist das in Paragraf 18a der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg.


Wir wollen auch ohne Gesetzestext die Kinder- und Jugendlichen beteiligen, denn der Spiel- und Sportplatz soll nicht ohne ihre Wünsche gestaltet werden. Wie man das am besten macht, ist aber gar nicht so einfach. Deshalb wurde die Kompetenzstelle Kinder- und Jugendbeteiligung um Hilfe gebeten, die schon einige Projekte vor Ort begleitet hat. Auch hier fand der Austausch aufgrund der Pandemie per Videokonferenz statt. Sie könnten uns auch bei der Moderation der zentralen Veranstaltung für alle helfen, wenn vorab die Rahmenbedingungen geklärt sind.


Schritt drei: Wir erarbeiten zusammen die nächsten Schritte


Wenn wir uns als Team für ein Gemeinschaftsprojekt für alle im Ort begreifen, kann das Ergebnis doch eigentlich nur gut werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen geeignete Mittel und Wege finden, trotz Corona das Ziel zu erreichen. Beim nächsten Treffen der Arbeitsgruppe mit unseren Partnern in der Gemeindeverwaltung wird u.a. die mögliche Zeitschiene bis zur zentralen Veranstaltung besprochen und hier berichtet.


Wie sind Ihre / Eure Vorstellungen von Bürgerbeteiligung?




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